Diskussion zum Öffentlichen Personennahverkehr

Veröffentlicht am 21.06.2012 in Verkehr

Die Kreis-SPD hatte Mandatsträger und Beförderungsverantwortliche geladen um die aktuellen und künftigen Verkehrsprobleme im öffentlichen Personennahverkehr zu diskutieren.
Am Rednertisch saßen für die SPD MdL Johanna Werner Muggendorfer und MdB Martin Burkert, Verkehrspolitischer Sprecher der SPD im Bundestag. Für den Busverkehr Dieter Studenik vom Landratsamt, Die Deutsche Bahn war vertreten mit Walter Reichenberger und Herbert Kölbl von DB Service und Station. Für die Privatbahn Agilis war Dietmar Knerr gekommen.
MdL Johanna Werner-Muggendorfer mahnte gleichwertige Lebensbedingungen für Stadt und Land an, die auch im öffentlichen Personennahverkehr gelten müssten. Da seien die Unterschiede jedoch "himmelweit". Die Erreichbarkeit zwischen den Orten sei schwierig, Menschen mit Behinderung hätten noch größere Probleme "von A nach B" zu kommen.

Verkehrswende zur Schiene gefordert
Burkert sprach von einer dringend nötigen Verkehrswende, bei der die Schiene im Mittelpunkt stehen müsse. Es gebe längst noch keine Antwort darauf, wie der stets steigende Güter- und Personenverkehr gelenkt werden könne. Es fehle hinten und vorne am Geld, auch weil bereits jetzt zuviel in die Straßen investiert wird. Zur Zeit entfallen 35% der LKW-Mauteinnahmen auf die Schiene, ab 2012 sollen 100% in den Straßenbau gehen. Bahnnetz und Züge seien veraltet, sie könnten künftig die Lasten nicht mehr aufnehmen. Von Brüssel würde die Liberalisierung des Fernbusverkehrs voran getrieben, eine echte Bedrohung für den Schienenverkehr. Die Verkehrsfinanzierung des Bundes für Schulbusse laufe 2019 aus, wie es damit weiter gehen soll sieht MdB Burkert noch gar nicht.
Laut Dietmar Knerr hat das Bahnunternehmen Agilis gute, moderne Züge. An der Infrastruktur der Bahn hapere es jedoch gewaltig: Bahnhöfe seien nur selten für Menschen mit Behinderung nutzbar, Parkplätze seien oft nicht vorhanden.

Forderungen im Landkreis
Werner Katschke vom ACE Kelheim wünschte sich ein Tempolimit auf Autobahnen, Anschnallpflicht beim Schülertransport, und einige neue Kreisel in der Kreisstadt, eine Öffnung der Schäfflerstraße nach Osten und einen Verkehrsausschuss in der Stadt.
Reinhard Schwikowski aus Saal bemängelte den schlechten Zustand der Fahrradständer und die fehlenden Parkplätze am Saaler Bahnhof. Außerdem sei es schwierig einen Ansprechpartner der Bahn zu ermitteln. Herbert Kölbl verwies auf ein Schild in jedem Bahnhofsgebäude worauf alle Ansprechpartner angegeben seien, Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und PKW´s sei Sache der Kommune, die müsse die Bahn diesbezüglich ansprechen.
Renate Schweiger, Stadträtin in Kelheim forderte die erneute Anbindung Kelheims an das Schienennetz. Dafür müsse sie einen Bedarf von 1000 Personen pro Tag nachweisen, das sei das Minimum für den Neubau von Bahnhof und Strecke.

Sanierung in Abensberg
Der Veranstaltung war eine Fahrt durch den Landkreis mit Halt am Abensberger Bahnhof vorausgegangen. Hier will die Bahn heuer die Planungen zur Sanierung der Bahnsteige angehen. Der früheste Baubeginn sei im Jahr 2015 denkbar. Der Bahnsteig soll angehoben werden, damit die Fahrgäste besser einsteigen können.
Nach MdB Martin Burkert ist in Kürze mit einem Förderprogramm seitens des Bundes zu rechnen. Ziel: der barrierefreie Ausbau von Bahnhöfen. Die Unterführung sei in seinen Augen förderfähig.
Helmut Schug von der Abensberger SPD bemerkte, dass die Unterführung für Abensberg wichtig sei, um den wachsenden Stadtnorden mit dem Bahnhof und dem Rest des Orts zu verbinden. Er verlangt von der Stadt Planungen für die gewünschte Unterführung so schnell wie möglich und von der Bahn sich an den Kosten zu beteiligt, was aber Kölbl ablehnte. Das sei eine Sache des Städtebaus.
Weiteres Thema des Ortstermins: die weitere Infrastruktur. Die Abensberger fordern öffentliche Toiletten neben einer weiteren Sanierung des Bahnhofsgebäudes. Die Bahn sei nicht verpflichtet, WC-Anlagen zu bauen, sagte Kölbl, immerhin zeigte er sich gesprächsbereit. Für den Fall, dass die Kommune ein Grundstück zur Verfügung stellen könnte. Diese Problematik gelte für fast alle Bahnhöfe an der Strecke.

 

Homepage SPD UB Kelheim

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