SPD-Fraktionssprecher MdL Markus Rinderspacher und seine Freunde durchquerten bei prächtigem Wetter die Hallertau entlang der Abens.
Am vergangenen Sonntag trafen sich um 10 Uhr die Radler der Landtags-SPD sowie SPDler aus Mainburg, Neustadt und Rudelzhausen auf dem Platz vor dem Rathaus in Au-Hallertau. Mit von der Partie waren auch MdL Johanna Werner-Muggendorfer, stellv. Bürgermeister und Landrat Edgar Fellner sowie Kreisrat Hans Neumeier. Einige Radler hatten Elektroräder, die die Firma Stuber Energie aus Mainburg zur Verfügung gestellt hatte. Auch ein Begleitfahrzeug wurde von der Firma Stuber dankenswerter Weise bereitgestellt. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Ortsvorsitzenden der Mainburger SPD, Hans Niedermeier, wurde die Bayernhymne mit dem Saxophon angestimmt.
Anschließend setzte sich der Tross auf dem Radweg entlang der Abens in Richtung Enzelhausen zur Schimmelkapelle in Bewegung. Die Kapelle wurde erst vor kurzer Zeit neu renoviert und ist wirklich ein Kleinod der Hallertau. Hans Neumeier aus Hebrontshausen, ein Experte in Sachen "Heimatkunde", konnte in seinem interessanten Vortrag viele Details aus der Geschichte dieses Kirchleins erzählen. Die Gäste aus München staunten über Landschaft und Geschichte der Hallertau.
Weiter gings entlang der Abens über Puttenhausen nach Steinbach. Hier warteten bereits einige Partei(senioren)freunde auf die Radlergruppe. Landwirt Georg Neumeier erzählte den Gästen Interessantes über den Hopfenbau sowohl aus der Geschichte als auch über den Hopfenbau und seine Kultur in heutiger Zeit. Er hatte sogar extra für die Münchner ein paar frische Reben aus dem Hopfengarten geholt, damit sie den Hopfen auch mal riechen konnten, und um zu demonstrieren, wie die Hopfenpflücke heute betrieben wird. Nach den Ausführungen des Hopfenbauern wurde zu Mittag gegessen und natürlich auch über Politik gesprochen – wenn auch nur ganz am Rande. Im Vordergrund standen die Menschen und die Landschaft der Hallertau. An liebevoll gedeckten Tischen unter dem ausladenden Scheunendach wurde den ca. 35 Gästen ein richtiges "Hopfa-Zupfa-Mahl" gereicht, das von Florian Huber von der Weinstube Huber zubereitet wurde. Während dieser gemütlichen Runde bedankte sich Hans Niedermeier von der Mainburger SPD bei Markus Rinderspacher und seiner Begleitung fürs Kommen mit einem – wie könnte es anders sein – Hopfenlikör. Ein ebenso großer Dank ging an die Familie Neumeier für die großzügige Gastfreundschaft.
Zum Nachtisch gab es Kaffee und Kuchen auf dem Dorffest in Puttenhausen. Man kam gerade rechtzeitig, um auch die Holder-Parade der alten Zugmaschinen zu sehen. Markus Rinderspacher ließ es sich nicht nehmen und bestieg einen prächtigen Porsche-Traktor – passend zur Farbe der Partei in Rot – und fuhr mit dem Besitzer den Corso mit. Die E-Bikes erregten auch einiges Aufsehen. Und so probierten einige Damen die Räder aus und waren begeistert. Auch Feuerwehr-Chef Tom Scharlach drehte einige Runden mit dem Elektrorad mit anschließendem Kommentar: "A soichas Radl muas her!"

Nächste Station war das Heimatmuseum in Mainburg. Museumsleiterin Renate Buchberger empfing die Gäste sehr herzlich. Nach einer kurzen Begrüßung erklärte Peter Berg den Radlern die Artefakte von den Ausgrabungen in Sandelzhausen, die in einer fantastischen Sonderausstellung "Hasenhirsch und Hundebär" zu sehen sind. Danach übernahm Frau Buchberger die Führung. Sie zeigte den Gästen die anderen Objekte im Museum, vor allem aber das Hopfenmuseum.
Beeindruckt vom Mainburger Heimatmuseum machte man sich auf den Weg nach Ratzenhofen, um das Kirchlein St. Anton zu besichtigen. Max Häckl wartete bereits auf die Ausflügler und freute sich über die große Zahl Interessierter. Er wusste viel über die wechselvolle Geschichte der Kirche zu erzählen.
Leider konnten Markus Rinderspacher und seine Crew aus Zeitgründen nicht mehr beim Biergarten-Besuch dabei sein. Er versprach den Mainburger Sozialdemokraten ein baldiges Wiedersehen in der Hopfenstadt und bedankte sich für die tolle Radltour durch die Hallertau. Er meinte: "Bei anderen Radltouren wurden uns immer nur Fabriken oder Solaranlagen gezeigt – das hier war eine Kulturreise – mal ganz ohne Politik! Dafür möchte ich mich herzlich bei euch bedanken." Wir denken, es war doch ein wenig Politik dabei, wenn Land und Leute, Kultur und – wie diesmal – der Hopfenanbau gezeigt wurden. Die restliche Gruppe macht sich auf den Weg in einen Biergarten, wo man den Staub des Tages mit einem kühlen Trunk hinunterspülte und den Tag ruhig ausklingen ließ. Abschließend noch ein Vergelts Gott an Gewerkschaftschef Hermann di Pede, der als "Lumpensammler" das Begleitfahrzeug fuhr und auch den Münchner Tourenbus sicher an Ort und Stelle lotste.
Text: Hans Niedermeier