Schriftliche Anfrage beim Landtag: MdL Johanna Werner-Muggendorfer sorgt sich um das Angebot an Förderschulen im Kreis Kelheim
Auf Anfrage der SPD Abgeordneten, wie viele Kinder in Bayern und vor allem im Kreis Kelheim eine Förderschule besuchen, antwortete der bayerische Kultusminister Dr. Spaenle, dass es insgesamt 72 082 Schüler im Freistaat gibt, die eine solche Schule besuchen. Davon befinden sich über 22 000 Schüler in Oberbayern, 12 422 in Mittelfranken, 11 364 in Schwaben, 8 551 in Unterfranken, 6 678 in Niederbayern, 5 428 in der Oberpfalz und 5 275 in Oberfranken. Diese lernen entweder in einer Volksschule, Realschule oder Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung.
Im zweiten Teil ihrer Anfrage wollte die SPD-Frau vom Ministerium wissen wo sich solche Schulen befinden und welche besondere Förderung den bayerischen Kindern zuteil wird.
Darauf bekam sie die Antwort, dass neben den Schulen zur sonderpädagogischen Förderung auch teilweise Regelschulen durch den mobilen sonderpädagogischen Dienst in Kooperationsklassen und in Einzelintegration Förderungsbedürftige Kinder unterstützen. Ein neues Schulprofil "Inklusion" an der Volksschule setzt auf die individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf. Erfreulicherweise wurde dieses Konzept einstimmig im Landtag beschlossen.
Für besonders Förderbedürftige Kinder können sogar eigene Klassen gebildet werden, die von einer allgemeinen Lehrkraft und einer Lehrkraft für Sonderpädagogik gemeinsam unterrichtet werden. Bei genauerem Betrachten dieses neuen Konzepts fällt allerdings auf, dass dieses Schulprofil im Schuljahr 2011/2012 nur 41 Volksschulen Bayernweit führen und davon nur drei in Niederbayern. Davon befindet sich wiederum nur eine im Landkreis Kelheim: die Grundschule Abensberg. Die zwei weiteren niederbayerischen Schulen mit Schulprofil "Inklusion" sind die Grundschule Landau und die Mittelschule Vilshofen.